Die Auszubildenden von HS-Hans Schmidt
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Legionellenprüfung bei Trinkwassererwärmern

Ihre Pflichten durch die Trinkwasserverordnung

Trinkwasser ist ein wertvolles Gut und wird in Deutschland sorgfältig überprüft. Hierbei sind unter anderem auch Vermieter und Verwalter vieler Mehrfamilienhäuser in der Pflicht.

Sie müssen das Trinkwasser der Gebäude auf Legionellen überprüfen lassen.


Das Gesundheitsrisiko:

Mehrere tausend Menschen in Deutschland erkranken jedes Jahr aufgrund von Legionellen im Trinkwasser. Die Bakterien vermehren sich in den Warmwasserleitungen von Gebäuden bei Temperaturen von 25 – 55° C.

Gefährlich wird es, wenn Legionellen beim Duschen als Aerosol (Wassernebel) eingeatmet werden.


Die Prüfpflicht für Immobilieneigentümer und –Verwalter:

Gemäß der Trinkwasserverordnung sind die Eigentümer und Betreiber größerer Warmwasserbereitungsanlagen verpflichtet, das Trinkwasser ihrer Immobilien alle drei Jahre auf Legionellen überprüfen zu lassen. Diese Pflicht gilt für nahezu alle der rund zwei Millionen Mehrfamilienhäuser mit zentraler Warmwasserversorgung.


Sind Ihre Immobilien betroffen?

Zunächst einmal müssen Sie feststellen, ob eine Überprüfung Ihrer Trinkwasseranlage überhaupt erforderlich ist.

- Drei oder mehr Wohneinheiten

- Mindestens eine Wohneinheit ist vermietet

- Es sind Duschmöglichkeiten vorhanden

- Es gibt eine zentrale Trinkwassererwärmung

- Ihre Anlage hat mehr als 400 Liter Speichervolumen und/oder es sind mehr als drei Liter Inhalt in den Wasserleitungen zwischen Trinkwassererwärmer und der letzten Entnahmestelle


Probennahme und Analyse:

Der Gesetzgeber schreibt eine regelmäßige Überprüfung durch zertifizierte Probennehmer vor.

Es müssen geeignete Probenentnahmeventile vorhanden sein. Gegebenenfalls müssen diese nachgerüstet werden.

ABER ACHTUNG:  Arbeiten an Trinkwasserleitungen  dürfen nur durch ein Fachunternehmen mit Zulassung ausgeführt werden!!

Es sind alle Bewohner über das Ergebnis der Legionellenprüfung zu informieren.

Bei Überschreitung des zulässigen Grenzwertes muss der Befund unverzüglich dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet werden.


Mögliche Risiken und Verstöße:

Ein Verstoß gegen die Trinkwasserverordnung kann für Vermieter und Verwalter schwerwiegende Folgen haben:

- Stilllegung der Wasserversorgungsanlage, verbunden mit möglichen Mietminderungen

- Klage von Betroffenen auf Schadensersatz oder Schmerzensgeld

- Bußgelder bis 25.000 Euro und – bei Fahrlässigkeit oder Vorsatz – Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren

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